Studie zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit chronisch kranker Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Hessen

Laufzeit

November 2014 bis März 2015

Förderung

AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG

Ziele

  • Abbildung der Situation von chronisch erkrankten Beschäftigten in Mittelstandsunternehmen in Hessen
  • Ermittlung von Ressourcen und best practice-Beispielen sowie von Risikofaktoren für die gelingende Integration in den Arbeitsprozess

Zielgruppe

Mittelstandsunternehmen bis 250 Beschäftigte

Inhalte/Leistungen

  • Quantitative Befragung von 300 Betrieben zur Umsetzung von betrieblichen Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Wiedereingliederung sowie zur Wahrnehmung von chronisch Kranken als Problemgruppe
  • Qualitative Befragung von 15 Experten zur Situation von chronisch Kranken in der Arbeitswelt sowie Erörterung der Ergebnisse in zwei Gruppendiskussionen mit Personalleitern

Erfahrungen/Ergebnisse

Unternehmen sind grundsätzlich bereit, sich beschäftigungssichernd mit der Thematik auseinanderzusetzen. Häufig sind die Angebote und Unterstützungsleistungen der Kassen bzw. der Rentenversicherung nicht bekannt. Andere Unternehmen wissen aufgrund der Vielzahl an Versicherern, Zuständigen und Anbietern nicht, wen sie ansprechen sollten, um konkrete Maßnahmen umzusetzen.

Erfolgreiche Fälle zeigen, dass der Betrieb bestimmt, aber zielgerichtet handeln muss — z. B. Druck aufbauen, aber auch Kompromisse eingehen. Betroffene sind häufig motiviert, ihren Arbeitsplatz zu behalten, wissen aber nicht, wie sie das Gespräch mit ihren Vorgesetzten führen sollen. Standardisierte Verfahren (BEM) werden erst im Falle der eigenen Betroffenheit und eher als Verpflichtung denn als Angebot wahrgenommen.

Empfehlungen für Handlungsansätze:

  • Informationsstand über Angebote und Unterstützungsleistungen in Unternehmen verbessern und somit Anzahl aktiver KMU erhöhen
  • Schnellere Lösungen für Beschäftigte im Krankheitsfall ermöglichen
  • Aufbau einer integrationsförderlichen Unternehmenskultur
  • Vernetzung und Abstimmung zwischen den relevanten Partnern vertiefen
  • Qualität der Maßnahmen kontrollieren und steigern